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„Wie ein weiterer Sohn der Familie“

17 Jun 2017

SCHÜLERAUSTAUSCH Stadt und Verschwisterungsverein bringen Jugendliche aus Büdingen, Tinley Park und Sebes zusammen

 

MICHELAU - (co). Ein Grillfest im Zeichen der internationalen Freundschaft: In Michelau trafen sich jetzt 15 Schüler aus der rumänischen Partnerstadt Sebes/Mühlbach, 16 Jugendliche der amerikanischen Partnerstadt Tinley Park und die Büdinger Familien, bei denen sie untergebracht sind. Eingeladen hatten der Verschwisterungsverein und die Stadt Büdingen.

 

Für die Rumänen war es der Abschiedsabend. Für sie ging es am nächsten Tag auf die 20-stündige Heimreise mit dem Bus. Für die Jugendlichen aus der Stadt bei Chicago war es die „Welcome-Party“, denn sie waren erst am Tag zuvor angekommen. Es ist bereits der zehnte Schüleraustausch mit Sebes und der dritte mit der US-Stadt Tinley Park, zu der die Partnerschaft schon über 25 Jahre besteht. Die Büdinger Schüler waren mit ihren Lehrerinnen Martina Bartel-Herrmann und Sabrina Link bereits im Herbst 2016 dort, für die Partner der Rumänen geht es im Spätsommer nach Sebes. Sie werden von Lehrerin Regine Haro begleitet.

 

Sieglinde Huxhorn-Engler, Vorsitzende des Verschwisterungsvereins, begrüßte die Gäste im Dorfgemeinschaftshaus. Die Michelauerin kennt die Verbindungen zum Sebeser Stadtteil Petersdorf seit Beginn der Verbindung vor etwa 25 Jahren und war schon etliche Male dort. Ihr verstorbener Mann Ulrich Engler war einst zusammen mit Michael Winkler Triebfeder der offiziellen Städtepartnerschaft, deren zehnjähriges Bestehen dieses Jahr gefeiert wird, und des Schüleraustauschs. Sie sprach den Wunsch aus, „dass der Austausch mit Sebes weiter so lebendig läuft wie bisher und dass wir zu einem genau so stetigen Austausch und tiefen Beziehungen mit Tinley Park kommen“. Diesen Wünschen schlossen sich Büdingens Bürgermeister Erich Spamer und Erste Stadträtin Henrike Strauch an.

 

Die rumänischen Austauschpartner der Büdinger Gymnasiasten kommen vom Colegiul National Lucian Blaga und sprechen schon gut Deutsch. Die jungen Leute aus Tinley Park kommen von der Victor Andrew High School, deren Schulleben die Büdinger schon kennengelernt haben. Die jungen Amerikaner sprechen ein wenig Deutsch, aber da die Büdinger ihre Englischkenntnisse im vergangenen Jahr wesentlich erweitert haben, klappt die Verständigung bestens. Die Sebeser Jugendlichen, die zwischen 14 und 17 Jahre jung sind und von Lehrerin Andrea Mucsi und Cornelia Todor begleitet werden, gefällt „alles sehr gut hier“, sagte Roxana. Sie haben am Unterricht teilgenommen, waren im Schwimmbad, im Hochseilgarten, in Frankfurt und haben deutsches Familienleben kennengelernt. Teodora ergänzte: „Die Schule ist sehr schön.“ Die Mädchen sagen: „Wir haben neue Freunde gefunden, sehr viel gelacht mit ihnen, es gab so viele lustige Momente.“ Teodoras Büdinger Partnerin Paula ist aufgefallen: „Unsere rumänischen Freunde gehen alles ruhiger und entspannter an.“

 

Der 17-jährige Eckartshäuser Johannes Ruppert hat seinen Tinley Parker Partner Jerry Diehl zu Gast. Der ist zum ersten Mal in Deutschland. Er spielt Trompete in einer Marching Band, die auch bei Sportveranstaltungen auftritt. Johannes, erfolgreicher Sportler und Dritter bei den Deutschen Taekwondo-Meisterschaften, entdeckte in Tinley Park seinen „Megaspaß“ an dieser Art Musik, denn er begleitete seinen Freund zu Proben und Auftritten. „Das macht doch den Austausch aus: offen sein für Neues und sich darauf einlassen.“ Jerry fühlte sich gleich wie „ein weiterer Sohn in der Familie“. Für die amerikanischen Jugendlichen, die von Erika Lupachino und Shawn Nussbaum begleitet werden, standen schon Ausflüge nach Mainz, Weimar und Buchenwald auf dem Programm, Frankfurt folgt am Dienstag, und am Montag präsentieren sie verschiedene Aspekte ihrer Heimatstadt in der Schule. Nach dem Abschlussfest am Mittwoch am Bollwerk heißt es am frühen Donnerstagmorgen Abschied nehmen.

 

 

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